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2004, 36.
Woche, 30. August - 5. September
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früher | |
| feelings: | lebenswert - das lachen eines schreiners lachhaft - wenn erwachsene männer ein 'nein' nicht akzeptieren können motto - alte freundschaften rosten nicht tun - die feste feiern, wie sie eben fallen &lassen - gerüchte über die eigene person bekämpfen - das kühlt schon von alleine wieder ab hören - air - venus lesen - - gucken - HBS - der Hamburger Bildungsserver © Susanne Rudloff -->info http://www.wort-wahl.de.vu wort-wahl[at]web.de |
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| rosenregen - ich habe mir über nacht drei pickel angetrunken, ein dreigestirn über meiner nasenwurzel. habe über 20 stunden nicht geschlafen, weil das dunkle fränkische bier zu gut schmeckt und die ganzen alten gesichter um mich herum einfach zu sehr nach heimat aussahen. habe mich heiser geredet und immer wieder die frage nach meiner derzeitigen hauptbeschäftigung beantwortet, wieder und wieder erzählt, erklärt und immer auch ein wenig bereut. bin für eine nacht, für eine party wieder in den kreis alter freunde zurückgekehrt, wurde gedrückt, gehalten, umsorgt. und keiner, nicht ein einziger, hat den beleidigten gespielt, weil ich mich die letzten jahre um alles andere gekümmert habe als um die pflege alter freundschaften. ich war nach hause zurückgekehrt, war betrunken von dieser leidenschaftlichen freundschaft, die mir wie eine welle entgegenschlug und mich dennoch nicht überrollte, sondern aufnahm und auf ihrem gipfel gleiten ließ. als ich dann morgens gegen neun uhr nach dreistündiger fahrt wieder aus dem zug stieg - mit tiefen gräben unter den augen, mit schlafmangel-rückenschmerzen, verschwitzt und ungewaschen, die zeichen dieser durchwachten nacht auf mir - schwankten meine gefühle zwischen himmelhochjauchzend und zutodebetrübt. das gehen fiel mir schwer, die strecke vom bahnhof zu meiner wohnung schien endlos. sonntag, kaum menschen auf den straßen um diese zeit, nur dieser eine, der mir entgegenkam, und als er fast schon an mir vorbei war, da sagte er nur 'du hast eine tolle austrahlung' und ging weiter, als wäre nichts gewesen. ich griff mir an die stirn, befühlte mein pickel-sternbild, dachte an mein abgewetztes bild im spiegel der zugtoilette, sah auf meine mehr funktionale weil partytaugliche als ansehnliche kleiderwahl, und dachte mir: das ist die ironie des lebens. wäre nur alles so leicht. | ||
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auf dich zu warten auf heilung zu warten und so grausam auch mir das erscheint |