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2004, 42. Woche, 11.-17. Oktober
früher
später


feelings: lebenswert -
tequila trinken mit phantastischen tänzern

lachhaft -
zu viel pathos auf einmal

motto -
es gibt geheimnisse, die werden immer geheimnisse bleiben

tun -
trinken - tanzen - träumen

&lassen -
vergessen

hören -
juli - geile zeit

lesen -
péter nádas - minotaurus

gucken -
ein bisschen tiefer ins glas


© Susanne Rudloff -->info
http://www.wort-wahl.de.vu
wort-wahl[at]web.de
dirty dancing - immer schöner werden sie, wenn man sie nur lang genug ansieht, immer faszinierender, einmaliger, hinreißender, umwerfender. ein bier noch, eines nur, nur ein kleines, dann werden sie immer noch schöner und schöner, bis man fast geblendet die augen abwenden muss, weil man nicht mehr focussieren kann, den blick nicht mehr halten kann und die musik einen obendrein mitreißt im rausch der nacht. und ich tanze, tanze um zu vergessen, weil alkohol nicht ausreicht, weil tanzen viel geiler ist als trinken. trotzdem werden sie durchs bier immer schöner und nicht durchs tanzen, bis ich mich frage: wo das hinführt, was alkohol aus mir macht, was er aus ihnen macht. aber es ist egal, man trinkt noch einen tequila und es ist egal. alles was man will ist dieser winzige moment, der einem den atem raubt und die luft aus den lungen presst, bis alles nur noch farbe ist und rausch und sinne und gut. ich tanze eng mit diesem gefühl, tanze eng mit dieser schönheit, die ich mir angetrunken habe, könnte mich einfach auflösen und in diesem augenblick versinken, verschwinden mit meinem widersacher, meinem retter, meinem geheimnis. und im traum fragt mein ich mich, wo der abend hinlaufen würde, wenn man nicht demnächst heimgehen sondern einfach weiterleben würde - ohne auf den verstand zu hören, der einen immer im richtigen falschen moment nach hause lotst: ich antworte mir selbst und der zweifel überkommt mich und die schönheit, ob man sich nicht besser aneinanderklammern sollte diese nacht, um nicht alleine im schlauchboot durch den sternenhimmel treiben zu müssen. doch die umstände sind umständlich und wir alle nicht locker genug, um einfach drauflos zu leben. schließlich und endlich sterben mit jedem morgen die träume.
lyric:
es scheint
so leicht zu sein
sich alles
so schwer
zu machen

man ahnt nicht
wie viel mühe
das kostet