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2004, 51. Woche, 13.-19. Dezember
früher
später


feelings: lebenswert -
wenn er am nächsten tag merkt, dass sein spruch (s.u.) nicht der allerbeste war

lachhaft -
wenn er sagt: 'ich wünsche dir, dass irgendwann einer kommt, der dir den himmel auf erden bereitet'

motto -
nicht aufgeben - höchstens mal eine kleine pause machen

tun -
sich ruhig mal ein wenig feiern lassen

&lassen -
auf schnee hoffen

hören -
das blubbern meiner neuen kaffeemaschine

lesen -
ich weiß was besseres: leben!

gucken -
die zeit online


© Susanne Rudloff -->info
http://www.wort-wahl.de.vu
wort-wahl[at]web.de
ich bin jetzt gerade mal harmlose vierundzwanzig jahre alt und fühle mich wie vierundsiebzig. als ich vor kurzem morgens aufstehen wollte, brauchte ich eine halbe stunde um zu realisieren, dass es einfach nicht geht. allerdings lag es nicht an meiner grenzenlosen müdigkeit, die mich normalerweise immer ans bett fesselt - handschellen oder seidentücher waren auch nicht der grund. ich konnte einfach nicht aufstehen, weil mein körper das nicht mitmachte. soll heißen, dass ich mir am abend vorher irgendeinen muskel im schulter-nacken-bereich verrissen habe, der partout nicht mehr zu gebrauchen war. dreißig minuten, in denen ich mir ausmalte, wie ich für den rest meines lebens auf dem rücken liege wie ein toter käfer. gefüttert und umsorgt von rabiaten ambulanten pflegerinnen, die ihren job hassen. bettpfannenabhängig, schmerztablettenmissbrauchend, vormichhinvegetierend. bis ich auf die glorreiche idee kam, mich bis an den bettrand vorzuschieben, die beine über die kante fallen zu lassen, mich dann langsam hinzuknien ohne den kopf von der matratze zu heben. um es dann mit größter vorsicht doch noch zu schaffen, den kopf trotz streikender muskulatur endlich zu heben und zum arzt gehen zu können. man stelle sich vor, ich würde meine nächte in einem hochbett verbringen.
lyric:
aneinander vorbei
reden wir und du
merkst es nicht

deshalb schwenke ich die
weiße fahne und
gebe auf

vielleicht irgendwann wenn
wir uns letztendlich
verstehen