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2005, 6. Woche, 10.-16. Januar
früher
später


feelings: lebenswert -
die blicke verwirrter mitbürger, wenn man mal ein bisschen abdreht

lachhaft -
auf ein lebenszeichen warten, wenn man doch schon längst weiß, dass man es von ihm sowieso nicht bekommt

motto -
es kann dir jemand die tür zeigen - öffnen musst du sie selbst

tun -
die welt um sich herum ruhig mal vergessen

&lassen -
sich darüber zu viele gedanken machen

hören -
die sterne - wir verstehen so manches nicht

lesen -
max frisch- homo faber

gucken -
verschlafen aus der wäsche


© Susanne Rudloff -->info
http://www.wort-wahl.de.vu
wort-wahl[at]web.de
112 - was fängt man an mit einem achtzehnjährigen homosexuellen, den man mittags um zwei in der eigenen küche findet? man greift sich an den kopf, schließt die augen und denkt solange nach, bis einem wieder einfällt, dass man morgens um sieben nach einer durchzechten nacht insgesamt vier verschiedenen menschen einen schlafplatz zur verfügung gestellt hat. der ärmste, selbst ganz verwirrt, geht zur arbeit, man setzt sich und trinkt einen kaffee. fünf minuten leere im kopf - dann kommen die bilder zurück. man hat nur noch eine einzige chance: tuuuut - tuuuut - "hallo?" --- "sag mal, was ist heute nacht eigentlich so alles passiert?"
lyric:
manch einer
rudert sein leben lang
gegen den strom
und wundert sich
weshalb er nicht
vorwärts kommt
ich lasse mich treiben
und frage nicht mehr
weil die antwort
immerzu dieselbe ist