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2005, 15. Woche, 11.-17. April
früher
später


feelings: lebenswert -
croissants, die fast wie echte bamberger hörnchen schmecken

lachhaft -
meine eigenen nächtlichen heulkrämpfe alle vier wochen

motto -
guten morgen, liebe sorgen - ihr könnt jetzt gehen

tun -
ein bisschen über sich selbst lachen

&lassen -
ein bisschen über sich selbst weinen

hören -
matthias keller (ein u-bahn-kontrolleur auf solowegen) - der kennenlernsong

lesen -
zeit artikel über den vertorbenen karol wojtyla

gucken -
"living with fran" - neues von der nanny
(da können wir alle nur hoffen, dass dieser import auch so schnell geht, wie damals der import von chewinggum)


© Susanne Rudloff -->info
http://www.wort-wahl.de.vu
wort-wahl[at]web.de
déjà-vu - ich erkenne ihn nicht; er ist mir fremd. ich frage mich, warum er neben mir liegt - während ich aufwache und mich selbst nicht einzuordnen weiß in das gesamtbild. nur weil ich süchtig bin nach wärme in meinem bett, nach diesem gefühl von zweisamkeit, das doch immer nur lügt, weil es nicht ehrlich ist, weil ich nicht ehrlich bin; alles wird mir in diesem moment zuwider und ich flüchte in die kalte küche - meine nackten füße auf den fliesen finden keinen halt in dieser stille. dann kommt die erinnerung zwischen dem geschirr hervorgekrochen und macht mich leiden: das schöntrinken, die unruhigen nächte, die kleinen fluchten - nur nicht dieser geruch, den ich nicht kenne. ich habe dich belogen, mehr noch mich selbst, weil ich unehrlich war, als ich sagte, ich wäre manches mal ein unanständiges mädchen. ich bin es immer und nie - meine gedanken flüchteten noch in dieser unserer ersten und letzten nacht zu ihm.
lyric:

warum sagt niemand,
dass ich endlich
aufhören soll
herzen zu brechen

nur ein wenig sorge
wäre von nöten
ein wenig wärme

hab ich doch selbst
ein gebrochenes herz