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2005, 28. Woche, 11.-17. Juli
früher
später


feelings: lebenswert -
als beifahrer die füße aus dem autofenster baumeln lassen

lachhaft -
meine immer noch vorhandene unentschlossenheit über mein bevorstehendes studium

motto -
die sonne scheint - auf in den tag!

tun -
softeis essen

&lassen -
kiloschweren döner essen

hören -
{hören}

lesen -
studieninformationen *pffft*

gucken -
den psychothriller 'saw'


© Susanne Rudloff -->info
http://www.wort-wahl.de.vu
wort-wahl[at]web.de

windstille - aufwachen und einen tag miteinander verbringen, als könnte es kein morgen mehr geben; die welt würde im richtigen moment versinken - ich: glücklich. so stelle ich mir die katharsis in meinem eigenen schaustück vor; plötzlich wäre alles klar und die welt unter meinen füßen wie weißer sand während um mich herum alles zerfließt. ich bin fernab der realität und mein wissen um die vergänglichkeit von jahren untergräbt mein glücklichsein, weil zwar alles perfekt ist im augenblick aber veränderungen anstehen, die ich nicht verändern kann. die stillen momente der leichtigkeit halte ich fest und kann nicht glauben, dass sich das alles bald auflösen soll - mein wohlfühlmann weit fort von mir, der beste freund und mitbewohner weit fort von mir, ich weit fort von mir, weit fort von hier. wir versinken langsam still und heimlich im treibsand der zeit, wachen auf, verbringen einen tag miteinander und warten auf die katharsis, die vielleicht doch nur der tragödie schluss sein mag.
trotz allem geht es immer weiter und keine situation ist völlig aussichtslos; der wind weht bald wieder - eventuell aus einer anderen richtung, aber hey, wir sind jung, dynamisch und vor allem flexibel - wir sind die generation der verbindlichen unverbindlichkeit.

lyric:

kreuz und quer
während ich sitze
am platz der erinnerung
kaffeetrinken und
sahnetorte

der verstand schlendert,
ob der stuhl hier -
ja, ein kirschsaft und
apfelstrudel mit
vanilleeis

um die ecke sehe ich
meine gefühle schleichend
ohne zu winken,
bitte, ich warte
noch immer

steh auf und lasse die
rechnung liegen wer
muss schon zahlen was
ihm gehört, unter dem
tisch pfeift ein sperling