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2006, 11. Woche, 13.-19. März
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samstag, 18.03. lebenswert - die havana-bar in bad nauheim

lachhaft - frauen, die allein durch ihre anhaftenden parfümorkane auffallen

motto - die 80er waren eigentlich gar nicht so schlecht

tun - frühjahrsputz

&lassen - sich dabei verausgaben

hören - kitty hoff: kleiner hund

lesen - umberto eco: die insel des vorigen tages

gucken - 25peeps.com | 'add yourself. push someone off. we know you want to.'


lyric:

nur so
nicht anders
wie du meinst

wieder ein kuss
wieder eine welt

und ich warte



© Susanne Rudloff
-->info
http://www.wort-wahl.de.vu
wort-wahl@web.de

arbeit macht frei müde - juhuu. gestern abend acht, heute sechs stunden gearbeitet. das tolle: gestern nacht um 2:00 uhr feierabend gehabt, heute nach fünf stunden schlaf um 10:00 morgens wieder im laden gestanden. morgen auf ein neues um 10:00 antreten: weitere acht stunden auf meiner nebenjob-abrechnung; dabei bin ich doch jetzt schon mit dem elan, der rückenmuskulatur und meinen nerven am ende. ich werde alt und keiner bemerkt es, nur mein spiegel, der jeden morgen auf's neue vor schreck falten wirft. oder bin ich das? fragen, die ich mir nicht mehr stelle, weil ich die antwort ohnehin schon weiß. also schweigen, trinkgeld zählen, die müden beine massieren und durchhalten.
ihr wollt nicht wirklich wissen, für welchen stundenlohn ich den job mache.

posted @ 21:18

freitag, 17.03.
wir ertappen uns beim träumen, eine sekunde später belügen wir uns selbst. unsere sehnsüchte spielen uns einen streich und was wie zukunftsmusik klingt ist nur das rauschen des fegefeuers; brennend lodert eine unerreichbare welt in uns. wir erreichen sie nicht. stattdessen machen wir uns gedanken darüber, was alles sein könnte. wenn wir nur wollten, wenn wir nur würden, wenn sich nicht so viele knüppel zwischen unseren beinen befänden. das gemeine wort liebe haben wir längst schon von unseren lippen verbannt und sprechen unter vorgehaltener hand nur noch von sicherheit, von möglichkeit, von kontinuität. ich stelle fest, dass ich die sehnsucht in meinem herz verstecke und greifbarere, einfachere ziele auswähle; mir geht die langatmigkeit auf die nerven und ich lache, wo ich doch weinen sollte - nicht, dass es nützlich wäre. aber vielleicht ein klein wenig befreiend.
posted @ 15:55

donnerstag, 16.03.
quängelware - ruhigen gewissens kann ich behaupten: ich wohne schön. mit kleinem brunnen vor dem fenster, lachenden kindern auf dem verkehrsberuhigten platz daneben, mit kirche, bushaltestelle, bäcker und metzger in unmittelbarer nähe und unmengen gutaussehender fh-studenten, die ständig durch die gegend flanieren und im sommer hoffentlich ihre differenziert muskulösen oberarme zur schau stellen. sogar eine kleine drogerie gibt es, einen zigarettendealer, eine apotheke. einfach alles.

aufmerksamen lesern wird aufgefallen sein, dass dennoch etwas essentielles fehlt. ein supermarkt, der so viele lebensmittel hat, dass er sie sogar verkauft.
daraus ergibt sich, dass ich, weil autolose studentin, bei jeder mist-mein-kühlschrank-ist schon-wieder-verdächtig-leer-situation ein gutes stück zeit und weg einplanen muss, um ein bisschen grundlegende hungerbekämpfung zu betreiben.
also den survivalrucksack geschnappt und los. eigentlich ja kein problem, als alte pfadfinderin ist man last und list gewohnt und stört sich nicht an süffisant lächelnden bwl-studenten, die ihre einkäufe im dicken audi verstauen, sondern schwankt mutig unter nahrungsmittellasten davon.
gestern allerding habe ich es übertrieben. beim einpacken meiner einkäufe stellte ich schnell fest, dass mein rucksack nicht ausreicht - die zwei leinentaschen waren auch schon voll. wohin mit den orangen, der lecker zitronenmelisse, dem frosch badreiniger und dem joghurt? nagut. widerwillig in eine papiertüte gepackt und unter qualen meine kostbarkeiten nach hause gebracht. dort angekommen, fiel ich fast direkt in einen schweren, nahezu traumlosen schlaf; nur einmal kurz wachte ich von meinem eigenen schrei auf: wer verdammt nochmal kam auf die beschissene idee, papiertüten ohne henkel herzustellen?
posted @ 12:08

dienstag, 14.03.
backflashing pics - na also sowas aber auch. nichtsahnend und völlig unbekümmert macht man mal einen drauf und landet spät, sehr spät noch in irgendeiner bar irgendwo im nürnberger burgviertel. eine menge leute da, eine menge alkohol da, eine menge spaß da, weil irgendwer geburtstag feiert; man selbst ist nur geflüchtet vor der kälte draußen und sucht ein drinnen, dass sich in diesem speziellen fall mit tigerfell ausgestattet unter rote beleuchtung duckt. dann trifft man unerwartet auf alte schulbekanntschaften, tauscht ein paar blicke mit der feiernden herde horde und zack! landet man auf irgendeiner digicam. dass eben jenes bild kurze zeit später im internet sein unwesen treibt, konnte man ja nicht ahnen. vor allem, weil man den fotografen noch nicht mal kennt. so spiel das leben, guckst du hier. siehst du sir keule und mich in aktion im downtown nürnberg. [mit dank via gavin]
posted @ 12:06

montag, 13.03.
br - gerade hatte ich besuch. schön! ich freue mich jedes mal wieder, nette damen und herren von diversen rundfunkanstalten an meiner türschwelle empfangen zu dürfen. -- nein, ich habe keinen fernseher. wirklich nicht. auch wenn sie es mir nicht glauben wollen. radio? nö, jibbet nich bei mich. und nein, tut mir leid, ein autoradio besitze ich auch nicht, alldieweil ich kein auto habe. -- komischerweise fragte er nicht nach einem pc. eigentlich ja schade, dass dieser nette mittvierziger, der sich unter lautem schnaufen und hüsteln den weg in den zweiten stock bahnte, so leicht zufrieden zu stellen war. ich hätte gern ein wenig von meiner gez-intoleranz zur schau gestellt; möge man mir das nächste mal eine frau zusenden, die sich nicht so leicht von meinem treuen hundeblick einwickeln lässt!
posted @ 17:47
 
in eigener sache II - also gut. dann mal los mit den pferden - bin zurück von meiner hessenwoche und gebe mein bestes, den anforderungen meiner leser, lauscher, mitfühler und reinstolperer gerecht zu werden. anforderungen! ein schreckliches wort. dennoch ein bisschen an der homepage gedreht, ein wenig nachgedacht über update-raten, html-probleme und die eigene unzufriedenheit mit dem leben. mal sehen, ob es euch gefällt. augen auf - hier kommt die maus.
posted @ 15:42